Standalone „wget“

Wer kennt es nicht, das Linuxtool wget. Mit ihm kann man unter Linux Dateien von den verschiedenstens Quellen herunterladen. Doch was ist bei einen Notfall oder Rescuesystem. Bei einem Vserver war dieses schöne Programm nicht installiert und so konnte ich die notwendigen Packete nicht herunterladen. Also baute ich mir aus den Quellen ein wget, das keine Abhängigkeiten von Bibliotheken hat, weil diese meist bei einem Notfallsystem nicht oder in falscher Version installiert sind, da Hoster das Notfallsystem meist nicht genügend aktualisieren. Es ist ja nur ein System für Notfälle.

Erst einmal die Quellen auf einem zweiten System holen:

cd /usr/src/
wget http://ftp.gnu.org/gnu/wget/wget-latest.tar.gz

Danach auspacken

tar xzfv wget-latest.tar.gz
und jetzt ein ./configure mit den entsprechenden Optionen (ich habe mal alle unnötigen Authentifizierungen weggelassen, da ich davon ausgehe, dass sich die benötigten Sachen für das Notfallsystem auf einem HTTP-Server befinden ohne Anmeldung. Wer will kann sich die nötigen Optionen selber freischalten. Die \ am Ende jeder Zeilen dienen dazu, das Zeilenende zu ingorieren, mann kann natürlich auch alles in eine Zeile schreiben.
cd wget-1.xx.yy
./configure \
--without-ssl \
--disable-opie \
--disable-digest \
--disable-ntlm \
--disable-debug \
--disable-nls \
--disable-largefile \
--disable-ipv6 \
--disable-rpath
So jetzt kommt der Clou. Das Makefile im aktuellen Verzeichnis muss editiert werden und zu den CFLAGS ein –static angehängt werden. Dieses schaut dann folgendermassen aus:
...
CFLAGS = -O2 -Wall --static
...

So, jetzt noch ein make zum Compilieren:

make
Danach kann mans per Webftp oder SFTP hochladen. Ein kleiner Nachteil besteht allerdings. Das Binary ist um einige KB größer, aber wen interessiert das bei 1GB Speicher und aufwärts?

Leave a comment

Your comment