virtuelle Netzwerkschnittstellen unter Linux

Ich habe mich heute rumgeärgert, wie man die virtuellen Netzwerkschnittstellen auch nach einem Reboot behält. Anlegen lassen sich diese ganz einfach über das bekannte Kommando ifconfig als root oder über vorangestelltes sudo.

ifconfig eth0:1 192.168.100.1 up
root@server:~# ifconfig
eth0:1    Link encap:Ethernet  Hardware Adresse 00:11:22:33:44:55
          inet Adresse:192.168.100.1  Bcast:192.168.100.255  Maske:255.255.255.0
          UP BROADCAST MULTICAST  MTU:1500  Metrik:1
          Interrupt:12 Basisadresse:0xe400

Soll eine einfache Schnittstelle (eth0 / eth1 / … ) automatisch konfiguriert werden und auch nach dem Neustart verfügbar sein, so ist ein Eintrag (z.B. bei Ubuntu/Debian)  in /etc/network/interfaces nötig.

auto eth0
     iface eth0 inet static
     address 192.168.0.2
     netmask 255.255.255.0
     network 192.168.0.0
     broadcast 192.168.0.255
     gateway 192.168.0.1

Dies funktioniert allerdings nicht bei virtuellen Netzwerkadressen! Dafür darf nur folgendes angegeben werden. Broadcast und Gateway dürfen anscheinend nicht verwendet werden.

auto eth0:1
     iface eth0:1 inet static
     address 10.155.20.2
     netmask 255.255.255.0
     network 10.155.20.0

Will man das Interface zwar vorrätig haben, um es per ifup eth0:1 starten zu können, aber es nicht automatisch bei einem Reboot aktiviert haben, so muss die erste Zeile (auto eth0:1) auskommentiert werden.

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