Rückmeldung zum Medion Notebook MD41300

Eigentlich wäre es Zeit sich ein zeitgemäßes kleines Netbook zu zulegen. Zum mobilen Lesen von Emails und News gibt es aber Smartphones. Für WLAN Analysen oder Netzwerktests ist ein Netbook bzw. Laptop aber unabdingbar.

Mein altes lang gedientes Medion MD 41300 lief aber seit einem halben Jahr nicht hoch. Gleicher Fehler wie die letzten male auch (vgl. dev//tec Beitrag 1 und Betrag 2). Das Notebook fährt nicht hoch. Da das Notebook aber ein 4:3 Display, mit dem man meiner Meinung nach Texte am besten lesen kann als mit einem 16:9, gab es verschiedene Möglichkeiten, es wieder reparieren zu lassen, da es für meine Zwecke von der Leistung und Laufdauer her weit ausreicht. Entweder man bestellt das Mainboard 48.45D01.021 für ca. 135 Euro und baut es selber ein oder man kauft sich ein entsprechendes Notebook auf Ebay, wobei man immer noch ein defektes für wenig oder ein gutes für gutes Geld erstehen kann. Hier würde eine Neuanschaffung sich aber mehr lohnen.

Ich habe mich entschieden, das Notebook an einen Notebookservice zu geben. Mit dem Techniker hatte ich ein nettes Gespräch, der mir meine Vermutungen bestätigte. Die Lüfter sind dafür nicht ausgelegt, die Wärme von Northbridge, CPU und Grafikkarten abzuführen, insbesondere wenn die Notebooks schon etwas verstaubt sind und man mit diesen länger arbeitet. Dies gilt insbesondere dann, wenn man aufwendige Aufgaben wie Simulation oder Spiele laufen lässt. Meist ist es auch ein Konstruktionsfehler. Dies trifft nicht nur für das Medion Gerät zu, sondern auch für viele andere Laptops.

Die Folge ist, dass das Lötzinn auf der Unterseite der BGA-Chips halbflüssig wird und anschließend keine elektrisch leitende Verbindung mehr besteht. Der Chip kann dann nicht mehr angesprochen werden. Fachleute können die Chips wieder anlöten (Reflow -Löten). Kosten ca. 100 Euro inkl. Überprüfung. Seitdem läuft das Notebook wieder und steht für die anstehenden LAN-Tests bereit.

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